Mittwoch, 10. August 2011
Leberkas
schnuffel91, 22:04h
Wer kennt das nicht, das "haben-will" oder "haben-muß"-Gefühl? Genau dieses hatte ich heute! Um kurz nach sieben Uhr in der S7 ... da war es plötzlich, dieses unbeschreibliche, unbekämpfbare Gefühl.
Sämtliche Gedanken kreisen nur um das Eine, das Wichtige, das "haben-muß"-Gefühl!
WO IM GOTTESNAMEN BEKOMME ICH J E T Z T, GENAU J E T Z T IN DIESEM MOMENT EINE LECKERE LEBERKASSEMMEL HER?
Da werden Erinnerungen wach... 1978, jeden Tag nach der Schule zum Schmidt-Metzger in Burglengenfeld .... die Leberkassemmel für eine Mark, nicht zu schaffen und quasi unbezahlbar - also immer für fuffzich Pfennig, ohne Senf und in einer Semmel vom richtigen BÄCKER, goldgelb, knusprig, knackig.... soviel zur Vergangenheit.
Nun zur Realität:
Raus aus der S7 am Stachus, panische Suche nach einer Leberkasbezugsquelle ... da gibts nur zwei Möglichkeiten .... Vinzenz Muhr oder Vinzenz Muhr .... naja, was solls - also mal sehen .... Vinzenz Muhr unten: Fehlanzeige, nix da, nix fertig .... Vinzenz Muhr oben: Fehlanzeige, nix da, nix fertig. Was nun? Das Büro wartet... aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Der Gedanke an die ultimative Leberkassemmel, den hochgenüßlichen Verzehr der Gleichen verfolgt mich unaufhörlich. 8 Uhr, 9 Uhr, 10 Uhr ... Zefix, erst halb 11 Uhr, kurz vor 12 Uhr ....
12.00 Uhr - aber jetzt.... Vinzenz oben: 15 Mann vor mir, nicht zu machen. Vinzenz unten: alles klar, überschaubarer Andrang. 10 Minuten später:
"Zwoa Leberkassemmeln, bittscheen"
"Mit Senf oda?"
"Naa, ohne!"
"Glei essen?"
"Selbstverfreilich"
"4,20 €"
"?????" "8 Mark 40????"
"?????" "4 Euro 20!"
*großesgrmblfx*
"Mille gracie!"
"Pfiaad eahna"
Auspacken, reinbeißen ....
"Jo mi leckst am Orsch!!!" ....
Lecker ist anders... der Leberkas geschmacklos, Konsistenz nähe Tofu und die Semmel (wars überhaupt eine???) unbeschreiblich! Wie aus der Retorte, ähhh schimpft sich meines Wissens Konvektomatengebäck ..... Hätte ich meine 8 Mark 40 in dieser Woche an der Börse verzockt, dann hätte ich mich vermutlich weniger geärgert!
Stellt sich nur die Frage: Wo sind sie hin, die Leberkassemmeln - groß, mächtig, lecker und in einer Semmel, die den Namen Semmel verdient? Dafür, genau dafür, würde ich gerne 8 Mark 40 oder von mir aus 4 Euro 20 ausgeben!
Sämtliche Gedanken kreisen nur um das Eine, das Wichtige, das "haben-muß"-Gefühl!
WO IM GOTTESNAMEN BEKOMME ICH J E T Z T, GENAU J E T Z T IN DIESEM MOMENT EINE LECKERE LEBERKASSEMMEL HER?
Da werden Erinnerungen wach... 1978, jeden Tag nach der Schule zum Schmidt-Metzger in Burglengenfeld .... die Leberkassemmel für eine Mark, nicht zu schaffen und quasi unbezahlbar - also immer für fuffzich Pfennig, ohne Senf und in einer Semmel vom richtigen BÄCKER, goldgelb, knusprig, knackig.... soviel zur Vergangenheit.
Nun zur Realität:
Raus aus der S7 am Stachus, panische Suche nach einer Leberkasbezugsquelle ... da gibts nur zwei Möglichkeiten .... Vinzenz Muhr oder Vinzenz Muhr .... naja, was solls - also mal sehen .... Vinzenz Muhr unten: Fehlanzeige, nix da, nix fertig .... Vinzenz Muhr oben: Fehlanzeige, nix da, nix fertig. Was nun? Das Büro wartet... aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Der Gedanke an die ultimative Leberkassemmel, den hochgenüßlichen Verzehr der Gleichen verfolgt mich unaufhörlich. 8 Uhr, 9 Uhr, 10 Uhr ... Zefix, erst halb 11 Uhr, kurz vor 12 Uhr ....
12.00 Uhr - aber jetzt.... Vinzenz oben: 15 Mann vor mir, nicht zu machen. Vinzenz unten: alles klar, überschaubarer Andrang. 10 Minuten später:
"Zwoa Leberkassemmeln, bittscheen"
"Mit Senf oda?"
"Naa, ohne!"
"Glei essen?"
"Selbstverfreilich"
"4,20 €"
"?????" "8 Mark 40????"
"?????" "4 Euro 20!"
*großesgrmblfx*
"Mille gracie!"
"Pfiaad eahna"
Auspacken, reinbeißen ....
"Jo mi leckst am Orsch!!!" ....
Lecker ist anders... der Leberkas geschmacklos, Konsistenz nähe Tofu und die Semmel (wars überhaupt eine???) unbeschreiblich! Wie aus der Retorte, ähhh schimpft sich meines Wissens Konvektomatengebäck ..... Hätte ich meine 8 Mark 40 in dieser Woche an der Börse verzockt, dann hätte ich mich vermutlich weniger geärgert!
Stellt sich nur die Frage: Wo sind sie hin, die Leberkassemmeln - groß, mächtig, lecker und in einer Semmel, die den Namen Semmel verdient? Dafür, genau dafür, würde ich gerne 8 Mark 40 oder von mir aus 4 Euro 20 ausgeben!
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Freitag, 5. August 2011
Das kürzeste und schönste Märchen der Welt ....
schnuffel91, 19:20h
Es war einmal ein stattlicher Prinz, der fragte die wunderschöne Prinzessin:
"Holde Prinzessin, möchtest du mich heiraten?"
Darauf erwiderte die wunderschöne Prinzessin:
"Nein!"
Und der Prinz lebte viele Jahre lang glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, lies seine Jacke unordentlich über der Stuhllehne im Esszimmer hängen und schmiss die alten Socken in die Ecke und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinen und furzte nach herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig an nicht weiter beschriebenen Stellen.
Ende!
"Holde Prinzessin, möchtest du mich heiraten?"
Darauf erwiderte die wunderschöne Prinzessin:
"Nein!"
Und der Prinz lebte viele Jahre lang glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, lies seine Jacke unordentlich über der Stuhllehne im Esszimmer hängen und schmiss die alten Socken in die Ecke und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinen und furzte nach herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig an nicht weiter beschriebenen Stellen.
Ende!
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Sonntag, 31. Juli 2011
Wird da nicht was vergessen?
schnuffel91, 21:31h
Wird da nicht was vergessen?
Sind wir so vergesslich oder einfach nur richtig gut im verdrängen?
Ich wollte mir gerade ein Update verpassen, ein Update zum 11. März 2011 .... web.de - nix! ntv - nix! süddeutsche.de - auch nix! spiegel online - selbstverständlich nix .... es kann doch nicht sein, dass ein Tag wie dieser total vergessen wird, ja scheinbar absolut uninteressant zu sein scheint!
Dir sagt der 11. März nichts? Dann überleg mal ... vielleicht fällt es dir ja noch ein.
Sind wir so vergesslich oder einfach nur richtig gut im verdrängen?
Ich wollte mir gerade ein Update verpassen, ein Update zum 11. März 2011 .... web.de - nix! ntv - nix! süddeutsche.de - auch nix! spiegel online - selbstverständlich nix .... es kann doch nicht sein, dass ein Tag wie dieser total vergessen wird, ja scheinbar absolut uninteressant zu sein scheint!
Dir sagt der 11. März nichts? Dann überleg mal ... vielleicht fällt es dir ja noch ein.
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Sonntag, 24. Juli 2011
Das Ende einer langen Geschichte ...
schnuffel91, 21:56h
Es muss wohl 1982 oder 83 gewesen sein, als ich irgendwann dass erste Mal dort war ... hätte ich damals nicht einen wirklich ortskundigen "Fremdenführer-Spezialist" für das Schwabinger Nachtleben gehabt, wäre ich vermutlich nicht in der Feilitzschstraße gelandet.
Danke dafür, Klaus.
Das Objekt unserer damaligen Begierde befand sich in einem kleinen, niedrigen an eine Baracke erinnerndes Gebäude - links und rechts viel größere, auffälligere Gebäude. Aber da wollten wir nicht hinein, sondern wir wollten dort eintreten, wo die Menschentraube vor der alten, nicht besonders einladend aussehenden Tür, uns den Weg versperrte.
Es dauerte eine ganze Weile aber ich war zum ersten Mal drinnen, drinnen in der Schwasi, der Schwabinger 7.
Diese Begegnung sollte sich im Laufe der Jahre immer wieder wiederholen - mal im Sommer, mal im Winter - aber immer wieder so beeindruckend wie beim ersten Mal.
Für alle nicht ortskundigen: Die Schwasi ist eine Kneipe - nicht im herkömmlichen Sinne - sondern anders: Ehrlicher, origineller und vor allem traditioneller als viele andere "Möchtegern-Lokalitäten" in und um München. Natürlich polarisiert die Schwasi dementsprechend: Die Skala reicht von"geil" bis "einfach nur eklig" aber wer mit dem Ambiente einer kleinen, immer überfüllten, vielleicht etwas zu dreckigen Kneipe klarkommt, der wird so wie ich immer wieder hierherkommen.
Tja, besser gesagt, der würde immer wieder hierherkommen, denn die Schwasi ist Vergangenheit - wie an so vielen Plätzen in München siegt der Kommerz über Kult und Kultur. Trotz tausender Gegner, Großdemo für den Erhalt an der Münchner Freiheit und dem Widerstand einer unzähligen Gruppe von Schwasi-Getreuen hat die Schwasi ihre dreckigen Tore für immer zu gemacht.
Diese Schließung bedeutet wieder einen weiteren großen Schritt in Richtung Schickimicki ala Leopoldstraße - verbunden mit unbezahlbaren Mieten und Vertreibung des Urmünchners aus München.
RIP Schwasi und danke für viele tolle, unvergessliche Abende .....

Danke dafür, Klaus.
Das Objekt unserer damaligen Begierde befand sich in einem kleinen, niedrigen an eine Baracke erinnerndes Gebäude - links und rechts viel größere, auffälligere Gebäude. Aber da wollten wir nicht hinein, sondern wir wollten dort eintreten, wo die Menschentraube vor der alten, nicht besonders einladend aussehenden Tür, uns den Weg versperrte.
Es dauerte eine ganze Weile aber ich war zum ersten Mal drinnen, drinnen in der Schwasi, der Schwabinger 7.
Diese Begegnung sollte sich im Laufe der Jahre immer wieder wiederholen - mal im Sommer, mal im Winter - aber immer wieder so beeindruckend wie beim ersten Mal.
Für alle nicht ortskundigen: Die Schwasi ist eine Kneipe - nicht im herkömmlichen Sinne - sondern anders: Ehrlicher, origineller und vor allem traditioneller als viele andere "Möchtegern-Lokalitäten" in und um München. Natürlich polarisiert die Schwasi dementsprechend: Die Skala reicht von"geil" bis "einfach nur eklig" aber wer mit dem Ambiente einer kleinen, immer überfüllten, vielleicht etwas zu dreckigen Kneipe klarkommt, der wird so wie ich immer wieder hierherkommen.
Tja, besser gesagt, der würde immer wieder hierherkommen, denn die Schwasi ist Vergangenheit - wie an so vielen Plätzen in München siegt der Kommerz über Kult und Kultur. Trotz tausender Gegner, Großdemo für den Erhalt an der Münchner Freiheit und dem Widerstand einer unzähligen Gruppe von Schwasi-Getreuen hat die Schwasi ihre dreckigen Tore für immer zu gemacht.
Diese Schließung bedeutet wieder einen weiteren großen Schritt in Richtung Schickimicki ala Leopoldstraße - verbunden mit unbezahlbaren Mieten und Vertreibung des Urmünchners aus München.
RIP Schwasi und danke für viele tolle, unvergessliche Abende .....

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